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"Richtiges Trinken muss gelernt werden – je früher, desto besser"
Heide Simonis
Schirmherrin der Initiative "Trinken im Unterricht" ist Heide Simonis, Ministerpräsidentin a.D.
FAQ

"Trinken im Unterricht" — Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viel sollten Schüler im Laufe eines Schultages trinken?

  2. Warum Trinken im Unterricht? Ist es nicht ausreichend, in den Pausen zu trinken?

  3. Welches Getränk eignet sich für das Trinken im Unterricht?

  4. Warum soll es Mineralwasser sein?

  5. Kann auch das Leitungswasser als Getränk angeboten werden?

  6. Soll das Mineralwasser aus Bechern oder der Flasche getrunken werden?

  7. Wird der Unterricht durch das Trinken und vor allem auch die vermehrten Toilettengänge gestört?

  8. Wie kommt das Mineralwasser in die Schule?

  9. Wie kann das Mineralwasser finanziert werden?

  10. Die Kinder trinken doch Schulmilch, reicht das nicht zur Flüssigkeitsversorgung?

  11. Wie kann der Lehrer die richtige Getränkeauswahl der Schüler sicherstellen?

  12. Wie kann das Thema an Kollegen und Eltern vermittelt werden?

  13. Wie kann Trinken im Unterricht in den Unterricht integriert werden?



  1. Wie viel sollten Schüler im Laufe eines Schultages trinken?

    Ideal wäre es, wenn die Schüler im Laufe des Vormittages mindestens einen halben Liter Mineralwasser trinken. Dies entspricht in etwa der Menge, die Ihnen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ohne Trinken im Unterricht fehlt. Die Trinkmenge ist natürlich unter anderem abhängig vom Alter der Kinder bzw. Jugendlichen und deren sonstigen Ess- und Trinkgewohnheiten. Einfluss haben auch die Länge des Schultags und insbesondere Situationen, die zusätzliche Flüssigkeitsverluste bedingen, wie Sportunterricht, überheizte Klassenräume und trockene Luft. In diesen Fällen sollten die Schüler entsprechend mehr trinken.



  2. Warum Trinken im Unterricht? Ist es nicht ausreichend, in den Pausen zu trinken?

    In den Pausen wird das Trinken von den Schülern häufig vergessen. Die jüngeren Kinder wollen spielen, die größeren möchten sich miteinander unterhalten. Zudem müssen die Schüler in dieser Zeit oft den Unterrichtsraum wechseln und sollen außerdem ihr Pausenbrot essen. Da bleibt für das Trinken häufig keine Zeit übrig. Die Erlaubnis, während der Schulstunden zu trinken, ermöglicht es den Schülern, ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Erfahrungswerte zeigen, dass das Trinken den Unterricht nicht nachteilig beeinflusst.



  3. Welches Getränk eignet sich für das Trinken im Unterricht?

    Die richtige Getränkeauswahl ist entscheidend, um eine möglichst hohe Akzeptanz des Trinkens bei den Schülern zu erreichen. Das Getränk sollte ernährungsphysiologisch sinnvoll sein, möglicht wenig oder keine Kalorien enthalten und frei von Koffein und anderen Zusätzen sein.
    Natürliches Mineralwasser erfüllt dieses Bedingungen und enthält außerdem verschiedene wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Schüler können hier je nach Geschmack entscheiden, ob sie ein Mineralwasser mit viel, wenig oder ganz ohne Kohlensäure bevorzugen.



  4. Warum soll es Mineralwasser sein?

    Mineralwasser ist ein Naturprodukt. Es ist von Natur aus rein und stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es wird direkt an der Quelle unter strengen Bestimmungen in die für Verbraucher bestimmten Gefäße abgefüllt. Auf diese Weise gelangt es garantiert einwandfrei in die Schulen. Die natürlich enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente haben eine hohe Bioverfügbarkeit, was bedeutet, dass der Körper diese besonders gut aufnehmen kann.

    Mineralwässer können bei Bedarf gezielt nach ihrer Mineralisation ausgesucht werden, da sie je nach Inhaltsstoffen unterschiedlich schmecken. Auch der Kohlensäuregehalt ist häufig ein Auswahlkriterium. Unter der Vielzahl der deutschen Mineralwässer ist sicherlich für jeden Geschmack das richtige dabei.
    ( www.mineralwasser.com)



  5. Kann auch das Leitungswasser als Getränk angeboten werden?

    Für die Trinkwasserversorgung muss sogenanntes Rohwasser aufbereitet werden. Es kommt zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser (Seen, Talsperren, Uferfiltrat von Flüssen). Je nach Verschmutzungsgrad muss Rohwasser unterschiedlich stark behandelt werden, bevor es für den Verzehr geeignet ist. Leitungswasser unterliegt den Vorgaben der Trinkwasser-Verordnung und darf erst dann das Wasserwerk verlassen, wenn diese Vorgaben erfüllt sind. Die Wege vom Wasserwerk bis zur Entnahmestelle sind jedoch zum Teil sehr lang und schwer überprüfbar. Eine Analyse des Leitungswassers an der Entnahmestelle sollte daher in jedem Fall erfolgen.

    Beim Einsatz von sogenannten Soda-Streamern, Trinkbrunnen oder Trinkwasserspendern müssen in jedem Falle Verantwortliche benannt werden, denn "Trinkwasserspender" müssen engmaschig und intensiv auf einen möglichen schädlichen Keimbefall kontrolliert werden. Eine regelmäßige Säuberung und Desinfektion ist erforderlich, um mögliche gesundheitliche Schäden abzuwehren.



  6. Soll das Mineralwasser aus Bechern oder der Flasche getrunken werden?

    Optimalerweise sollte jeder Schüler seine eigene Flasche erhalten und das Mineralwasser aus Flaschen getrunken werden. Hier bieten sich Flaschen mit einem Inhalt von 0,5 Litern an, da dies in etwa der gewünschten Trinkmenge für einen Schultag entspricht. Ein Vorteil der Flaschen ist, dass diese nach dem Trinken verschlossen werden können und somit problemlos in andere Räume mitgenommen werden können. Auch die Gefahr des Verschüttens durch ein versehentliches Umstoßen wird so verringert. Durch die Mengenangabe auf der Flasche behalten die Schüler im Laufe des Vormittags einen guten Überblick über ihre Trinkmenge.

    Werden Becher verwendet, muss daran gedacht werden, diese regelmäßig mit heißem Wasser zu säubern. Becher haben den Nachteil, dass sie leicht umkippen können und das Mineralwasser verschüttet wird. Ihr Vorteil ist, dass sich jedes Kind mit der individuellen Trinkmenge versorgen kann.



  7. Wird der Unterricht durch das Trinken und vor allem auch die vermehrten Toilettengänge gestört?

    Bei Einführung des Projekts kann es natürlich zunächst zu Störungen kommen - wie bei allem Neuen - , die aber erfahrungsgemäß sehr schnell nachlassen. Vermehrte Toilettengänge lassen sich "ausbremsen", wenn man das Prinzip: "Im Unterricht trinken - in der Pause zur Toilette" anbietet. Der Nutzen, der für Schüler und Lehrer durch die bessere Leistungsfähigkeit entsteht, ist meist wesentlich größer, als die daraus resultierenden Störungen. Laut einer Forsa-Umfrage bestätigen die meisten Lehrer, dass wenige bis keine Störungen durch "Trinken im Unterricht" entstehen.
    ( Forsa-Umfrage)



  8. Wie kommt das Mineralwasser in die Schule?

    Am einfachsten ist es, wenn die Schüler ihre Getränke von zu Hause mitzubringen. Dies klappt aber nur, wenn die Eltern dies unterstützen. Häufig erklären sich auch Eltern - manchmal auch die Lehrer oder der Hausmeister - bereit, für Mineralwassernachschub in der Klasse zu sorgen. Ideal ist es, wenn man einen Getränkelieferanten hat, der die Getränke zu günstigen Konditionen liefern kann. Eventuell ist auch die Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Mineralbrunnen möglich.



  9. Wie kann das Mineralwasser finanziert werden?

    Die Finanzierung erübrigt sich, wenn die Schüler das Mineralwasser von zuhause mitbringen oder die Eltern im Wechsel für Nachschub sorgen. Andernfalls kann eine Wasserkasse für die Klasse angelegt werden, aus der das Mineralwasser bezahlt wird. Im Optimalfall lässt sich vielleicht auch ein Sponsor finden, oder zumindest ein günstiger Preis im Getränkehandel erreichen.



  10. Die Kinder trinken doch Schulmilch, reicht das nicht zur Flüssigkeitsversorgung?

    Milch ist ein wichtiger Calciumlieferant. Sie zählt aber durch ihre Inhaltsstoffe, wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten zu den Nährmitteln. Sie ist - wenn auch sehr wasserreich - kein Getränk, sondern ein Lebensmittel.



  11. Wie kann der Lehrer die richtige Getränkeauswahl der Schüler sicherstellen?

    Der Lehrer kann mit den Schülern die Regel vereinbaren, dass Trinken im Unterricht nur dann erlaubt ist, wenn es sich um geeignete und gesunde Getränke handelt, d.h. um Mineralwasser oder Wasser. Andere Getränke können dann nur außerhalb der Unterrichtszeit konsumiert werden.



  12. Wie kann das Thema an Kollegen und Eltern vermittelt werden?

    Wer "Trinken im Unterricht" plant, sollte alle Personen informieren, die direkt oder indirekt betroffen sind. Wichtig ist es, allen die Vorteile des Trinkens im Unterricht zu vermitteln.

    Die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser bietet für interessierte Lehrer und Eltern kostenlose Fortbildungen zu "Trinken im Unterricht" an. Eine Ernährungswissenschaftlerin gibt Hintergrundinformationen zum Thema Trinken und Mineralwasser und stellt das Projekt "Trinken im Unterricht" vor. Gemeinsam kann dann die Möglichkeit der Umsetzung an der Schule überlegt werden.
    ( Lehrerfortbildung)

    Sinnvoll ist es auch, mit den Schülern über das Projekt zu sprechen. Sie lassen sich erfahrungsgemäß sehr schnell von dem Vorhaben begeistern.



  13. Wie kann Trinken im Unterricht in den Unterricht integriert werden?

    Trinken im Unterricht lässt sich anhand der Unterrichtseinheit aus der Lehrerbroschüre und der zusätzlich im Internet bereit stehenden Arbeitsblätter integrieren. Die Unterrichtseinheit liegt sowohl für die Grundschule, wie auch die weiterführende Schule vor.
    ( Unterrichtseinheit)