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Presseservice
Hintergrund-Information: Initiative "Trinken im Unterricht" Schüler sollen in den Schulstunden trinken dürfen Viele Kinder und Jugendliche trinken zu wenig - auch weil an vielen Schulen das Trinken während des Unterrichts nicht erlaubt ist. Dadurch kann die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler sinken, warnen Ernährungswissenschaftler. Die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) hat daher gemeinsam mit dem aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft im Juli 2004 eine Initiative ins Leben gerufen, um die Flüssigkeitsversorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. "Trinken im Unterricht" soll Schulleiter und Lehrer ermuntern, ihren Schülern das Trinken auch während der Schulstunden zu erlauben. In diesen Hintergrund-Informationen finden Sie Material zu folgenden Themen:
Warum "Trinken im Unterricht"? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 7- bis 13-Jährigen, mindestens rund 1,2 Liter und 13- bis 15-Jährigen, mindestens rund 1,3 Liter pro Tag zu trinken. Obwohl Schüler täglich viele Stunden in der Schule verbringen, dürfen sie in der Regel nur in den Pausen trinken. Gerade dann gerät das Trinken aber häufig in Vergessenheit. Dadurch leiden viele Kinder und Jugendliche unter Flüssigkeitsmangel. Ihre Zellen und Organe erhalten zu wenig Nährstoffe, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nimmt ab. Ernährungswissenschaftler fordern daher, den Schülern das Trinken nicht nur in den Pausen, sondern auch während des Unterrichts zu erlauben. Um herauszufinden, ob sich das Trinken als problemlose Selbstverständlichkeit in den Unterrichtsablauf integrieren lässt, hat die IDM gemeinsam mit dem Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Bonn das Pilotprojekt "Trinken im Unterricht" entwickelt. Für die Ernährungswissenschaftler ging es vor allem um die Frage, ob sich die Flüssigkeitsversorgung - als Voraussetzung für Konzentrations- und Leistungsfähigkeit - verbessern lässt, wenn in der Schule ständig Getränke zur Verfügung stehen. Aus praktischer Sicht stand die Frage im Vordergrund, wie sich eine Trinkerlaubnis im Unterricht am besten umsetzen lässt. Zusammenhang zwischen ausreichendem Trinken und Konzentrationsfähigkeit Bei Flüssigkeitsmangel wird das Blut zähflüssig. Dadurch wird das Gehirn nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt - Denken und Konzentrieren fallen schwerer. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Schüler nach einer Durstphase wie beispielsweise nach dem Sportunterricht neue Lerninhalte schlechter aufnehmen. Im Vorfeld von "Trinken im Unterricht" hat die IDM eine Pilotstudie an drei Schulen im Raum Bonn gestartet. Gemeinsam mit Ernährungswissenschaftlern der Universität Bonn hat sie herausgefunden: Wenn Kinder während der Schulstunden trinken dürfen, sind sie den ganzen Tag über besser mit Flüssigkeit versorgt. Denn das, was Kinder im gesamten Tagesverlauf zu wenig trinken, entspricht in etwa der Menge, die sie im Unterricht zu sich nehmen. Generell sind Kinder anfälliger für Flüssigkeitsmangel als Erwachsene, denn ihre Körperoberfläche ist im Vergleich zur Körpermasse größer. Dadurch nehmen sie Hitze aus der Umgebung stärker auf und geben bei Kälte mehr Wärme ab. Deshalb benötigen Kinder mehr Flüssigkeit, um den Körper abzukühlen. Kinder sollten gesunde Ernährung frühzeitig lernen In der Kindheit werden Ernährungsgewohnheiten gebildet, die später nur schwer zu korrigieren sind. Lehrer sollten gesunde Ernährung daher nicht nur theoretisch im Unterricht behandeln, sondern praktisch umsetzen und in den Schulalltag integrieren. Durch die Trinkerlaubnis und die aktive Aufforderung zu trinken, gewöhnen sich die Schüler frühzeitig ein gesundes Trinkverhalten an. Zusätzlich können die Schüler im Laufe des Projekts lernen, Verantwortung zu übernehmen. Die Erfahrungen an den drei Pilotschulen zeigen außerdem: "Trinken im Unterricht" funktioniert problemlos, wenn Lehrer, Eltern und Schüler die Initiative gemeinsam planen und umsetzen. Das Informationsmaterial zu "Trinken im Unterricht" Zum Start der Initiative hat die IDM die Broschüre "Trinken im Unterricht - Ein Leitfaden für Lehrer" herausgegeben. Sie zeigt, wie "Trinken im Unterricht" in der Praxis funktioniert. Neben ernährungswissenschaftlichen Hintergrundinformationen zu richtigem Trinken enthält sie eine fertige Unterrichtseinheit. Bisher hat die IDM rund 20.000 Exemplare der Broschüre an Eltern, Lehrer und Ernährungsberater verschickt. Lehrer, die ihren Schülern das Trinken erlauben wollen, können sich außerdem auf www.trinken-im-unterricht.de über die Initiative informieren und ihre Anregungen äußern. Neben zusätzlichen Arbeitsblättern für den Unterricht stehen Checklisten für die Umsetzung zum Download bereit. Ministerien und Gesundheitsorganisationen unterstützen Initiative Die Initiative ist auf breite Unterstützung in den dafür zuständigen Ministerien gestoßen. Der Staatssekretär für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Matthias Berninger, rief die Schulen auf, sich an der Initiative zu beteiligen. Auch die Kultusminister zahlreicher Bundesländer sowie Gesundheitsorganisationen und Ernährungsberater unterstützen das Projekt. Positive Reaktionen der Lehrer Um herauszufinden, wie Lehrer das Projekt umsetzen, hat die IDM im März 2005 eine Umfrage unter denjenigen gestartet, die zuvor Informationsmaterial bestellt hatten. 85 Prozent der 300 Lehrer, die sich an der Umfrage beteiligt haben, erlauben ihren Schülern, während des Unterrichts zu trinken. Mehr als die Hälfte dieser Lehrer ermöglicht das Trinken gleich in mehreren Klassen. In den meisten Fällen bringen die Schüler das Mineralwasser von zu Hause mit und dürfen am Platz trinken. Einige Lehrer haben Trinkecken eingerichtet, an denen sich die Kinder in kurzen Pausen während des Unterrichts mit Flüssigkeit versorgen können. Ein Fünftel der Lehrer, die eine klassenweise Versorgung mit Getränken organisiert haben, bringt das Mineralwasser selbst mit. In über der Hälfte der Fälle sorgen die Eltern für den Wassernachschub. Rund 100 Lehrer hatten keine Probleme bei der Umsetzung. Arbeit mit Lehrern und Eltern Um Lehrer noch gezielter über "Trinken im Unterricht" zu informieren, bietet die IDM seit April 2005 Lehrerfortbildungen zur Initiative an. Eine Ernährungswissenschaftlerin erläutert den Teilnehmern die wissenschaftlichen Hintergründe des Projekts und erarbeitet mit ihnen Vorschläge, wie sich die Initiative an den Schulen umsetzen lässt. Seminare für die Ausbilder von künftigen Lehrern sind ebenso geplant wie Informationsveranstaltungen für Eltern. Weitere Informationen zur Initiative Wenn Sie an Beispielen interessiert sind, wie Schulen in Ihrer Region das Projekt "Trinken im Unterricht" umsetzen, wenden Sie sich bitte an die IDM. In vielen Fällen können wir Ihnen Adressen von Schulen nennen. Außerdem vermitteln wir Ihnen gerne Interviews mit Experten. Bildmaterial finden Sie auf www.trinken-im-unterricht.de im Bereich Presseservice. Bei Rückfragen: IDM - Informationszentrale Deutsches Mineralwasser Liselotte Strack Telefon: (02 28) 9 11 77 -11 www.trinken-im-unterricht.de zurück zur Übersicht |
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