Lebenselement Wasser
Jeder Mensch trägt seinen eigenen Ozean in sich. Zwischen 50 und 80 Prozent, so groß ist der Wasseranteil am Gesamtgewicht des menschlichen Körpers. Ob in Organen, Zellen, Körperflüssigkeiten: Überall ist Wasser das bestimmende Element. Wie viel Wasser wir in uns tragen, ist abhängig vom Alter, Geschlecht, Körperfettanteil und der Muskelmasse.
Mit zunehmendem Alter lässt der Wasseranteil nach. Den größten Wasseranteil haben Neugeborene mit 75 bis 80 Prozent, gefolgt von Kindern und Jugendlichen mit 60 bis 70 Prozent. Bei Erwachsenen und Senioren sind es 50 bis 60 Prozent. Bei Frauen ist der Wasseranteil im Durchschnitt etwas niedriger als bei Männern. Ursache ist ihr geringerer Muskelanteil. Muskeln bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser. Der sinkende Wassergehalt mit steigendem Lebensalter hingegen geschieht durch die Zunahme des Fettgewebes und durch den altersbedingten Umbau von wasserreichem zu wasserärmerem Bindegewebe.
Baustoff für Organe, Zellen und Körperflüssigkeiten
Blut, Herz, Lunge, Nieren, Gehirn, Haut und Muskulatur – all dies besteht zum Großteil aus Wasser. Wasser ist der Antrieb für nahezu sämtliche Körperfunktionen. Nur ein ausgeglichener Wasserhaushalt erlaubt das optimale Funktionieren der einzelnen Organe und das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Gewebe. Schon ein geringes Absinken des Wasseranteils im menschlichen Organismus macht sich schnell negativ bemerkbar. Neben der körperlichen Leistungsfähigkeit leidet auch die geistige Leistungsfähigkeit. Das Denken fällt schwer.
Wasser ist die Flüssigkeitsgrundlage für Blut, Lymphe und Verdauungssäfte. Es ist der Baustoff aller Zellen. Bei wichtigen Stoffwechselreaktionen übernimmt Wasser die Rolle des Reaktionspartners. Zugleich reguliert es die Körpertemperatur und schützt vor Überhitzung.
Wasser ist also nicht nur der Ursprung allen Lebens, sondern auch das Element des Lebens. Kein Mensch kann ohne Wasser und Sauerstoff existieren. Wasser gehört zu den wertvollsten Lebensgrundlagen. Ganz konkret: Ohne feste Nahrung können Menschen über einen Monat leben. Ohne Wasser, je nach Temperatur, drei bis vier Tage.
Allerdings ist es nicht Wasser allein, das den Wasserhaushalt im Gleichgewicht hält. Neben der Flüssigkeitsmenge, die wir aufnehmen, spielen Mineralstoffe eine zentrale Rolle zur Deckung des menschlichen Flüssigkeitsbedarfs. Auch sie müssen dem Organismus regelmäßig von außen zugeführt werden, damit die Folgen von Flüssigkeitsmangel ausbleiben.
Mineralstoffe im Körper
- sind Bausteine für Skelett und Gewebe.
- sichern den Ablauf vieler Stoffwechselfunktionen.
- regulieren den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt.
- sind Bestandteil von Hormonen, Enzymen und roten Blutkörperchen.
- wirken mit bei der Erregungsleitung der Nerven.
- koordinieren die Muskelaktivität und Muskelentspannung.
Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ist es wichtig, richtig zu trinken. Das Warnsignal Durst kommt besonders bei Kindern viel zu spät.





