Trinken und körperliche Leistungsfähigkeit

Beim Spielen haben Kinder und Jugendliche eine erstaunliche Ausdauer. Doch auch diese ist begrenzt. Schon ein Wasserverlust von einem Prozent des Körpergewichts kann sich negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken, vor allem wenn der Flüssigkeitsverlust schnell eintritt, zum Beispiel bei heißem Wetter.

Folgen eines unausgeglichenen Schweißverlustes
Folgen eines unausgeglichenen Schweißverlustes

Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser, enthält jedoch auch Elektrolyte, Harnstoffe, Aminosäuren und Vitamine. Bereits ein geringer Wasserverlust
hat Auswirkungen auf die Leistungskraft (siehe auch: Trinken und Denken).

Übersäuerte und übermüdete Muskeln

Ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts bewirkt einen verminderten Sauerstofftransport in die Muskelzellen. Die Folge ist eine frühzeitige Übersäuerung und raschere Ermüdung der Muskulatur. Gerade im Sportunterricht, wo es schnell zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust kommt, ist der Leistungsabfall gut zu beobachten. Daher ist es besonders wichtig, die ausgeschwitzte Flüssigkeit schnell auszugleichen und schon im Vorfeld dafür zu sorgen, dass die Kinder ausreichend getrunken haben. Aufmerksam und fit für die Sportstunde und den weiteren Unterricht bleibt nur, wer ausreichend trinkt. Das Trinken im Unterricht zu erlauben, schafft hier Abhilfe.

Mineralstoffe ersetzen

Auch Mineralstoffe, die über den Schweiß verloren gehen, müssen ersetzt werden. Dies gilt vor allem für Natriumchlorid. Der Mineralstoff erhält die Gewebespannung und ist maßgeblich an der Regulierung des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts beteiligt. Zudem spielt er eine wichtige Rolle bei der Muskelkontraktion und Muskelreizbarkeit. Bei einem vorübergehenden Mangel an Natrium kann es zu körperlicher Schwäche, Übelkeit, Muskelkrämpfen bis hin zum Kreislaufkollaps kommen.

Ebenso muss die Magnesiumversorgung beachtet werden. Magnesium spielt bei der neuromuskulären Reizübertragung eine Schlüsselrolle. Es reguliert unter anderem die Stabilität und Erregbarkeit der Zellmembranen und des vegetativen Nervensystems. Ein Defizit kann zu Muskelkrämpfen, Nervosität, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche führen. Kinder und Jugendliche sollten daher während längerer sportlicher Aktivitäten ein mineralstoffreiches Mineralwasser mit relativ hohem Natriumgehalt und mindestens 50 Milligramm Magnesium pro Liter trinken. Natrium beschleunigt die Flüssigkeitsaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt und unterstützt den schnellen Flüssigkeitsersatz.

Mineralstoffe in bereits gelöster Form

In natürlichem Mineralwasser liegen die Mineralstoffe bereits in gelöster ionisierter Form vor. Sie gehen vom Darm sofort in die Blutbahn über und werden dem Körper schnell zugeführt.