Warnsignal Durst

Durst ist das Begleitsymptom eines akuten Flüssigkeitsmangels . Erstes Anzeichen ist Mundtrockenheit, bedingt durch eine reduzierte Speichelproduktion. Wie Hunger gehört Durst zu den wichtigsten Selbsterhaltungstrieben des Menschen. Er signalisiert den Beginn einer Dehydrierung und sollte daher erst gar nicht auftreten.

Hormonelle Regulation des Wasserhaushalts
Hormonelle Regulation des Wasserhaushalts

Die Problematik hierbei: Kleinkinder haben ein vermindertes Durstempfinden. Bei größeren Kindern wird das Durstgefühl oft durch andere Reize überlagert oder unterdrückt. Ob beim Spielen auf dem Pausenhof oder daheim vor dem Computer, die Ablenkung der Jungen und Mädchen ist oftmals so stark, dass sie ihr Flüssigkeitsdefizit zu spät wahrnehmen.

Umso wichtiger sind eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme während des Unterrichts und die frühzeitige Heranführung der Schülerinnen und Schüler an ein gesundheitsbewusstes Trinkverhalten. Wie das Essen sollte auch das Trinken in den Alltag der Kinder integriert werden.

Ein erwachsener Mensch benötigt in der Regel pro Tag drei Liter Flüssigkeit. Je nach körperlicher Aktivität oder klimatischer Umgebung kann der Bedarf höher oder niedriger sein . Ebenso kann der Durst abhängig von Mineralien, vor allem Salzen, sein, die direkt oder über die Nahrung aufgenommen wurden. Ist der Salzgehalt höher als der Bedarf, wächst auch der Durst. Diesen Ausgleich von Salzen und Flüssigkeit nennt man Osmotischer Druck bzw. Osmose.

Ursachen für verstärkten Durst

Eher normale und ungefährliche Ursachen für stärkeren Durst sind körperliche Anstrengungen und eine erhöhte Umgebungstemperatur verbunden mit verstärktem Schwitzen. Vermehrter Durst kann auch bei Flüssigkeitsverlusten durch Fieber, Durchfall, Erbrechen, Verbrennungen und Blutverlust auftreten.

Stark gesteigerter Durst beruht oftmals auch auf Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), auf Hormonstörungen, geschädigten Nieren oder einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Auch psychische Belastungen können ein gestärktes Durstempfinden hervorrufen.