Trinken im Unterricht funktioniert
Lässt sich „Trinken im Unterricht“ problemlos in den Schulalltag integrieren? Wenn ja, was ist die beste Vorgehensweise? Dies zu klären, war das Ziel des Projekts „Trinken im Unterricht“ vom Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) und dem Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Bonn.

Nach einer Vorabbefragung von fast 400 Schülern zu ihrem Trinkverhalten in der Schule folgte eine Messphase, in der die Kinder im Unterricht freien Zugang zu Mineralwasser hatten. Zugleich wurden Lösungen entwickelt, wie Trinken im Unterricht am besten realisiert werden kann.
Die Befragungen zu den Trinkgewohnheiten verdeutlichten, dass vor und während des Unterrichts beziehungsweise in den Pausen viele Schülern nur wenig oder selten trinken – eine Bestärkung für die Forderung der Experten, Trinken über die Schulpausen hinaus zu erlauben.
Das Pilotprojekt ist aus Sicht der Initiatoren ein Erfolg. Beim Abschluss des Erhebungszeitraumes entsprach der zusätzliche Mineralwasserkonsum in etwa der Menge, die Kinder zu wenig trinken – also einem Plus von durchschnittlich 20 Prozent.
Allerdings zeigte sich: Es ist wichtig, die Schüler aktiv auf Trinkpausen aufmerksam zu machen. So kam es zu Beginn der Testphase zu einer Art „Wetttrinken“ unter den Schülern. Mit dem abnehmenden Neuigkeitswert hingegen sank auch der durchschnittliche Mineralwasserkonsum. Für ein dauerhaft ausreichendes Trinken ist es daher bedeutsam, dass Lehrer ihre Schüler immer wieder dazu ermuntern. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch der Geschmack des Mineralwassers. Je besser das Wasser den Kindern schmeckt, umso höher ist die Trinkmenge.
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Die wichtigsten Ergebnisse
Die Kinder tranken in den Morgenstunden mehr, wenn Trinken im Unterricht erlaubt war. Der Mehrkonsum entsprach auf Dauer etwa der Menge, die Kinder nach Meinung von Ernährungswissenschaftlern zu wenig trinken. Am Ende des Beobachtungszeitraumes war der Anteil der Kinder, die nie oder selten in den Pausen trinken, um fast 26 Prozent gesunken. Die Kinder tranken umso mehr, je besser ihnen das Mineralwasser schmeckte und verbesserten so ihre geistige Leistungsfähigkeit.



