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Was bringt TiU für die Schüler?
Erfahrungsberichte
 
 
 
 
"Richtiges Trinken muss gelernt werden – je früher, desto besser"
Heide Simonis
Schirmherrin der Initiative "Trinken im Unterricht" ist Heide Simonis, Ministerpräsidentin a.D.
Warum TiU?

Projekt "Trinken im Unterricht" - Erfahrungsberichte

Lehrer und Schüler, die am Projekt "Trinken im Unterricht" teilnahmen, haben im Wesentlichen positive Erfahrungen gemacht. "Trinken im Unterricht" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Schülern und Lehrern zur praktischen Gesundheitsförderung in der Schule. Wichtig sind sorgfältige Absprachen zwischen Lehrern und Schülern, die eingehalten werden müssen. Ist die Bereitschaft da, Verantwortung zu übernehmen, dann ist das Trinken im Unterricht problemlos.

Peter Knoth, Stellvertr. Schulleiter, Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim

"Ich war zuerst sehr skeptisch und hielt es für eine Modeerscheinung, dass jeder mit seiner Flasche herumläuft. Aber ich muss sagen, ich bin regelrecht bekehrt worden. Weil gerade das regelmäßige Trinken so wichtig ist, habe ich es auch in meinen Klassen erlaubt. Und ich kann sagen: Es ist überhaupt kein Problem. Sobald sich die Schüler einmal daran gewöhnt haben, geht davon keine Störung aus."

"Natürlich kann es manchmal kleine Störungen geben, aber die sind überhaupt nicht gravierend. Wenn jemand gerade in einer ganz unpassenden Unterrichtssituation zur Flasche greift, reicht ein stilles Signal: `Jetzt bitte nicht´ - aber eine wirkliche Beeinträchtigung des Unterrichts geht davon nicht aus."

"Ich sehe dieses Projekt sehr positiv. Vor allem kann man die Kinder und Jugendlichen damit ermutigen, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun. Allen Skeptikern kann ich sagen: Ich war selbst skeptisch, aber ich wurde durch die Praxis bekehrt. Das Projekt schadet nicht, es nützt eigentlich nur. Ich kann daher alle Kollegen nur ermutigen, es selbst auszuprobieren."

Joachim Krause, Koordinator der Erprobungsstufe, Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim

"Seitdem die 5. Klassen das Projekt begonnen haben, habe ich auch den Oberstufenschülern das Trinken im Unterricht erlaubt. Allerdings mit der Einschränkung, dass nur Mineralwasser getrunken werden darf. Das funktioniert sehr gut. Ich selbst bin im Übrigen auch sehr froh, wenn ich zwischendurch die Möglichkeit habe, einen Schluck zu trinken."

"Ich kann leider nicht beurteilen, ob sich die Konzentrationsfähigkeit der Schüler geändert hat. Ich habe aber das Gefühl, dass sich die Aktivität der Schüler verbessert hat. Die Kinder sind frischer bei der Sache."

Gabriele Görlich, Koordinatorin für "Gesunde Schule", Europaschule Bornheim

"Meine anfängliche Sorge, dass es sehr viel Unruhe geben könnte, hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt. Das Trinken wird sehr schnell zur Selbstverständlichkeit und mit der Zeit trinken die Schüler wie nebenbei. Am Anfang hatten wir Regeln vereinbart, wann die Schüler trinken dürfen und wann nicht. Aber es hat sich gezeigt, dass das gar nicht nötig war. Jetzt lassen wir es einfach laufen, und es funktioniert problemlos."

"Ich fand die Idee eigentlich von Anfang an gut und muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Meine Erfahrungen mit dem Projekt sind sehr positiv. Sicher gab es anfänglich ein paar Probleme wie Wettkampftrinken, gehäufte Toilettengänge und dadurch bedingt auch etwas Unruhe. Aber das hat sich sehr schnell eingependelt."

"Wir haben verschiedene Arten von Mineralwasser angeboten - mit und ohne Kohlensäure, damit für jeden Geschmack das richtige Wasser dabei ist. Das hatte den erfreulichen Effekt, dass weniger süße und kalorienreiche Limonaden mitgebracht wurden."

"Ich würde allen Kollegen raten, aufgeschlossen und ohne Vorurteile an das Thema heranzugehen. Ich selbst lege viel Wert auf einen geordneten und disziplinierten Unterricht und war positiv überrascht, dass sich viele Befürchtungen in der Praxis als unbegründet herausgestellt haben. Am wichtigsten finde ich, dass die Schule so einen praktischen Beitrag zur richtigen Ernährung der Schüler leisten kann, indem sie die Kinder dazu animiert, sich ein gesundes Trinkverhalten anzugewöhnen."