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Warum TiU?
Was bringt TiU für die Schüler?
Aus medizinischen und ernährungsphysiologischen Gründen sollte Schülern das Trinken auch während des Unterrichts gestattet sein:
- Viele Kinder und Jugendliche trinken zu wenig. Die tatsächliche Trinkmenge von Kindern und Jugendlichen liegt im Durchschnitt 20 Prozent unter den von Ernährungsexperten entwickelten Richtlinien.
- Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist Voraussetzung für Gesundheit und Leistungskraft. Bei Wassermangel wird das Gehirn nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt. Müdigkeit, verlängerte Reaktionszeiten und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit sind die Folgen. Insbesondere während mehrstündiger Klausurarbeiten sollten Schüler immer wieder trinken.
- Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Schüler nach einer Durstphase - zum Beispiel nach dem Sportunterricht - neue Lerninhalte nicht mehr so gut aufnehmen. Sie zeigen eindeutige Defizite im Kurzzeitgedächtnis und verarbeiten weniger Informationseinheiten als unter normalen Bedingungen.
- Durst ist ein Warnsignal, das ein akutes Flüssigkeitsdefizit anzeigt. Deshalb sollte man nicht auf den Durst warten, sondern besser regelmäßig trinken, damit Durst gar nicht erst entsteht. Denn auch ohne zu schwitzen verliert der Körper über Harn, Haut und Atemluft viel Flüssigkeit - je nach Alter, Größe und Gewicht bis zu 2,5 Liter am Tag.
- Obwohl der Mensch zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser besteht, kann er keine großen Wasserreserven bilden. Daher müssen Wasserverluste ständig durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr ausgeglichen werden.
- Gesundheitsfördernde und präventive Gründe sprechen dafür, das Trinken im Unterricht zu erlauben und zu fördern. In der Kindheit werden Ernährungsgewohnheiten ausgebildet, die später nur schwierig zu korrigieren sind. Gesundheitsfördernde Ernährung sollte deshalb nicht nur theoretisch behandelt, sondern im Schulalltag praktiziert werden. Durch die Trinkerlaubnis und die aktive Aufforderung, regelmäßig zu trinken, gewöhnen sich die Schüler ein gesundes Trinkverhalten an, das sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch außerhalb der Schule und nach der Schulzeit beibehalten.
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