Seit dem Startschuss 2004 hat sich die Initiative „Trinken im Unterricht“ erfolgreich in zahlreichen Klassenzimmern und Schulen bundesweit etabliert.

Ob und wie sich „Trinken im Unterricht“ in den Schulalltag integrieren lässt, untersuchte 2004 das Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Bonn in Kooperation mit dem Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) und der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) in einem Pilotprojekt. 400 Schüler wurden zu ihrem Trinkverhalten befragt und durften in der anschließenden Testphase im Unterricht Mineralwasser trinken. Dabei untersuchten die Wissenschaftler, wie sich das Trinkverhalten der Schüler durch das Trinken im Unterricht verändert und entwickelten Lösungen, wie Trinken im Unterricht am besten realisiert werden kann.

Die wichtigsten Ergebnisse der Ernährungswissenschaftler

  • Vor Beginn der Testphase tranken viele Schüler nur wenig oder selten vor oder während des Unterrichts oder in den Pausen.
  • In den Pausen wurde das Trinken häufig vergessen oder die Schüler hatten keine Zeit, weil sie den Klassenraum wechseln mussten.
  • Zum Abschluss der Testphase tranken die Schüler rund 20 Prozent mehr als zuvor – dies entspricht in etwa der Menge, die zuvor zu wenig getrunken wurde.
  • Es ist wichtig, die Kinder aktiv auf Trinkpausen aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2013 konnte eine Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd zum Thema „Trinken im Unterricht“ zeigen, dass Schüler, die während des Unterrichts Mineralwasser tranken, in Leistungstests bessere Ergebnisse erzielten. Ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit war durch das Trinken deutlich höher.

Ein Blick ins Klassenzimmer

Der Film „Trinken im Unterricht – Blick in die Praxis“ zeigt anschaulich, wie die Umsetzung von „Trinken im Unterricht“ in der Klasse funktioniert. Die Grundschullehrerin Hanne Nielsen berichtet von ihren Erfahrungen mit „Trinken im Unterricht“ und gibt Tipps zur Organisation und Umsetzung des Themas in der Praxis.